Innovation entsteht selten zufällig. Sie ist das Ergebnis von Ausdauer, systematischer Forschung und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, auch – oder vor allem – dann, wenn das Ergebnis noch nicht feststeht. Umso mehr freuen wir uns, dass wir im Januar 2026 für unsere Forschungsarbeit im Bereich biogener UV-Beschichtungssysteme die Forschungszulage erhalten haben. Wir dürfen von nun an also auch mit dem Forschungszulage-Siegel werben. Das rote Siegel dient als Beleg für innerbetrieblich durchgeführte FuE-Leistungen.
Was hinter der Forschungszulage steckt
Die Forschungszulage ist ein staatliches Förderinstrument, das Unternehmen dabei unterstützt, eigene Forschungs und Entwicklungsprojekte umzusetzen. Gefördert werden insbesondere Vorhaben, bei denen technische Unsicherheiten bestehen und neue Lösungen experimentell erarbeitet werden müssen.
In unserem Fall wurde die Forschungszulage rückwirkend für die Jahre 2021 bis einschließlich 2025 bescheinigt. Damit wird ein mehrjähriger Entwicklungszeitraum anerkannt, in dem wir konsequent an der Weiterentwicklung unserer Technologien gearbeitet haben: Seit mehreren Jahren entwickeln wir innovative Beschichtungssysteme auf biogener Basis, mit dem Ziel, leistungsfähige und gleichzeitig nachhaltigere Alternativen zu bestehenden Materialien zu schaffen. Dabei bewegen wir uns bewusst in einem Bereich, in dem viele Fragen noch nicht abschließend geklärt sind, sowohl technologisch als auch hinsichtlich der praktischen Umsetzung.
Unsere Forschung, konkret und praxisnah
Ein zentraler Bestandteil unserer aktuellen Arbeit ist die Entwicklung und Optimierung eines biogenen UV härtenden Nagellacks. Dabei geht es nicht nur um die Formulierung selbst, sondern auch um grundlegende Fragestellungen:
Wie lassen sich biogene Rohstoffe in stabile, leistungsfähige Polymersysteme überführen?
Welche Eigenschaften müssen diese Systeme erfüllen, um im Alltag zu bestehen?
Und wie können sie so weiterentwickelt werden, dass sie auch wirtschaftlich sinnvoll einsetzbar sind?
Diese Fragen lassen sich nicht theoretisch beantworten, sie müssen im Labor getestet, angepasst und immer wieder neu gedacht werden.
Zusammenarbeit als Schlüssel
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei die enge Zusammenarbeit mit der chemischen Fakultät der TH Köln, die seit 2025 besteht. In modern ausgestatteten Laboren und im Austausch mit wissenschaftlicher Expertise können wir unsere Ansätze strukturiert weiterentwickeln und experimentell validieren. Gleichzeitig entstehen im Rahmen dieser Kooperation zahlreiche Masterarbeiten und studentische Projekte, die frische Perspektiven in die Forschung einbringen und konkrete Teilaspekte vertiefen.
Warum die Förderung so wichtig ist
Die Forschungszulage ist für uns mehr als nur eine finanzielle Unterstützung. Sie ist auch eine Bestätigung dafür, dass unser Projekt als echte Forschungs und Entwicklungsleistung eingeordnet wird. Gerade für ein Forschungsstartup wie ALPHA LEVERKUSEN, das seit Beginn eigenfinanziert aufgebaut wurde, schafft diese Förderung den notwendigen Spielraum, um komplexe Fragestellungen weiterzuverfolgen und neue Ideen systematisch zu testen.
Blick nach vorn
Mit der bewilligten Forschungszulage können wir unsere Arbeiten gezielt weiterführen und den nächsten Entwicklungsschritt angehen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Weiterentwicklung bestehender Systeme, sondern auch auf neuen Forschungsfeldern, die sich aus den bisherigen Ergebnissen ergeben. Die Richtung ist klar: weg von rein konventionellen Lösungen, hin zu innovativen, biogen basierten Beschichtungssystemen, die sowohl funktional als auch zukunftsfähig sind.